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Dahoam fragt – Promis antworten: Wie feiern Sie Weihnachten?

Promis | Daniel Friedrich und Heidrun Gärtner

Daniel Friedrich und Heidrun Gärtner versuchen den Heiligabend möglichst stressfrei zu feiern.

Der Heilige Abend im Familienkreis zählt für viele Menschen zu den schönsten Tagen des Jahres. Wir von Dahoam wollten wissen, wie Prominente aus unserer Region Weihnachten feiern.

Heidrun Gärtner und Daniel Friedrich, Schauspieler

Wir versuchen, den Heiligabend möglichst stressfrei, harmonisch und mit guten alten und selbst geschaffenen Traditionen zu feiern. Deshalb gibt es „nur“ Würstel mit Kartoffelsalat und abends ein schnelles Käsefondue. Dafür nachmittags ein Glühwein- und Plätzchen-Stelldichein bei uns im meist verschneiten Garten mit Freunden und Nachbarn. Daniel spielt dazu auf dem Horn Weihnachtslieder. Wer mag, geht dann zu Fuß direkt in die Kirche. Mein Mann ist Buddhist und bereitet während dieser Zeit die Bescherung vor und kümmert sich um meine hochbetagte Mutter, die wir zu uns holen. Die Bescherung wird klassisch mit dem Glöckchen eingeleitet und ist natürlich der schönste Moment für unseren neunjährigen Sohn! Und echte Kerzen müssen es sein, sowohl am Baum als auch überall im Haus!!! Wenn alle beschenkt sind und alles gegessen ist, spazieren wir spätabends noch zu guten Freunden und trinken dort einen sehr gemütlichen Absacker am „abgegessenen“ Tisch – um uns herum die müden und glücklichen Kinder! Frohes Fest!

Tasmin Gutwald, Sängerin (Tuó)

Die Kerzen am Christbaum brennen, der Duft des Bratens im Ofen durchströmt den Raum. Doch bevor es dazu kommt, gibt es erst einmal viel zu tun. Der Baum wird mit kritischem Auge ausgesucht und mit neuen und alten Christbaumkugeln geschmückt. Die Geschenke werden liebevoll verpackt, das Essen wird hergerichtet – die Küche wird zum Schlachtfeld. Dann kann die Familie kommen. Ich kann mich noch gut an den Weihnachtszauber vor über zehn Jahren erinnern, als ich mit den weihnachtlichen Filmen von Astrid Lindgren in meinem Zimmer warten musste, bis das Glöckchen erklingt. Erst dann ging die Tür zum Wohnzimmer – das erste Mal an diesem Tag – für mich auf: viele Päckchen, die das Christkind, natürlich genau nach meinem Wunschzettel, nur für mich gebracht hat. Der Wunschzettel und das Glöckchen sind jetzt zwar verschwunden, doch die Familie kommt immer noch jedes Jahr und schließt sich unserem Festessen an. Doch nach wie vor gefällt mir die Vorweihnachtszeit besser: die Duftkerzen in der festlich geschmückten Wohnung, die sanfte Musik aus der Stereo-Anlage, die ganzen Astrid-Lindgren-Filme im Fernsehen und natürlich das Aussuchen des Christbaums.

Oda Tiemann, Sängerin (Tuó)

Weihnachten verläuft bei mir, solange ich denken kann, immer gleich. Am 23. Dezember fahre ich mit meiner Schwester und meiner Mutter zu meinen Großeltern nach Reutlingen. Jedes Jahr kauft mein Großvater einen Baum, der einen kleinen Schönheitsfehler hat, wie zum Beispiel eine schräg gewachsene Spitze. Nachdem alle festgestellt haben, dass wir mal wieder den goldigsten Baum von allen haben, wird er geschmückt. Jede Kugel und jeder Holzengel hat eine kleine Geschichte, die jedes Mal wieder erzählt wird, aber keinesfalls langweilig geworden ist. Nach ausgiebigem Raclette-Essen werden Geschenke und Hunde ästhetisch unter und um den Christbaum platziert, die Kerzen werden angezündet, und wir singen die sorgfältig ausgewählten Weihnachtslieder mehr oder weniger textsicher. Nachdem die Geschenke übergeben und die Kerzen runtergebrannt sind, versammelt man sich zu einer Partie „Poch“ am Esstisch, die jedes Mal mein Großvater haushoch gewinnt, obwohl er sich anfangs gesträubt hat, überhaupt mitzuspielen. Jedes Jahr ist es aufs Neue der schönste und gemütlichste Abend, den ich mir vorstellen kann.

Jan Weiler, Schriftsteller

Wir feiern ganz ruhig und beschaulich zuhause in Icking. Ich klebe mir meinen Weihnachtsschnäuzer an. Zwei Tage lang machen wir dann alles in Zeitlupe, damit wir mehr davon haben. Und dann geht’s dafür doppelt so schnell zum Skifahren! Ohne Schnurrbart.

Dr. Edmund Stoiber, Politiker

Weihnachten ist für mich der Beginn des Christentums und ein Fest der Familie. Am 24. Dezember besuche ich seit vielen Jahren, schon früh am Morgen, den stimmungsvollen Gottesdienst der Gebirgsschützen im oberbayerischen Waakirchen. Dort wird der sogenannten Mordweihnacht von 1705 gedacht. Am Nachmittag kommen gute Freunde auf ein Glas Sekt bei uns zuhause vorbei. Danach machen meine Frau und ich einen Spaziergang zum Friedhof, an die Gräber unserer Eltern. Den Heiligen Abend verbringen wir bei uns zuhause und gehen schließlich ganz traditionell in Wolfratshausen in die Christmette. Am Weihnachtstag kommen unsere drei Kinder, deren Ehepartner und die fünf Enkel zum großen Gansessen zu uns, bevor wir alle gemeinsam in den Zirkus Krone gehen.

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